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Flyer & Werbung

Was einen Restaurant-Flyer brauchbar macht: Gestaltung, Angebot, Verteilung

Ein Flyer ist kein Kunstwerk, sondern ein Zettel mit drei Sekunden Zeit. Was in dieser Zeit ankommen muss — und wie Sie Format, Menge und Verteilung entscheiden.

8 Min. Lesezeit

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Ein Flyer ist kein Kunstwerk und keine Imagebroschüre. Er ist ein Zettel, der ein paar Sekunden Zeit hat, bevor er im Papierkorb landet oder an der Kühlschranktür klebt. Alles, was auf ihm steht, entscheidet zwischen diesen beiden Enden.

Die drei Sekunden

Der Weg eines Flyers ist fast immer derselbe: Briefkasten, Treppenhaus, Küchentisch, Entscheidung. In dieser kurzen Strecke muss der Empfänger drei Dinge erfassen können:

  1. Was gibt es hier zu essen?
  2. Wo ist das?
  3. Wie bestelle ich?

Wenn eine dieser drei Fragen nach dem ersten Blick offen bleibt, ist der Flyer weg. Das ist der ganze Maßstab. Jedes Gestaltungsdetail, jede Farbe und jede Textzeile lässt sich daran prüfen: Hilft das einer der drei Fragen, oder steht es ihnen im Weg?

Was auf die Vorderseite gehört

  • Die Art der Küche, in wenigen Worten und groß. Pizza und Pasta. Türkische Küche. Sushi. Ihr Betriebsname allein sagt einem Fremden nichts — er kennt Sie ja noch nicht.
  • Ein Bild von dem, was Sie tatsächlich verkaufen. Ein Foto Ihrer eigenen Gerichte wirkt anders als ein gekauftes Motiv, das in jeder zweiten Speisekarte klebt. Wenn Sie kein brauchbares Foto haben, machen Sie eines: Tageslicht, Fenster im Rücken, Teller von schräg oben.
  • Adresse und Telefonnummer, groß genug, um sie ohne Brille zu lesen.
  • Den Bestellweg. Ihre eigene Internetadresse und ein QR-Code.
  • Genau ein Angebot, wenn Sie eines haben. Nicht drei. Drei Angebote nebeneinander heben sich gegenseitig auf.

Was auf die Rückseite gehört

Die Karte — aber nicht die vollständige. Eine Auswahl, die zeigt, was Sie können und was es kostet, ist nützlicher als die vollständige Liste in winziger Schrift. Wer sich für den Rest interessiert, findet ihn auf Ihrer Seite.

Preise gehören dazu. Ein Flyer ohne Preise erzeugt Unsicherheit, und Unsicherheit führt selten zu einer Bestellung. Wenn Preise sich häufig ändern, drucken Sie eine kleinere Auswahl statt gar keiner.

Und lassen Sie Platz. Eine Rückseite, die von Rand zu Rand vollgeschrieben ist, wird nicht gelesen. Weißraum ist kein verschenkter Platz, sondern das, was Lesbarkeit überhaupt erzeugt.

DIN Lang, A6, A5 — welches Format für welchen Zweck?

Die Formate unterscheiden sich weniger in der Gestaltung als im Einsatzort. Entscheiden Sie zuerst, wo der Flyer landen soll, und wählen Sie das Format danach — nicht umgekehrt.

  • DIN Lang ist das schmale Hochformat, das in jeden Briefkasten und in jede Tasche passt. Gut geeignet, wenn ein einzelnes Angebot und der Bestellweg im Vordergrund stehen — und das Format, das gefalzt am meisten hergibt.
  • A6 ist das Postkartenformat: klein, in großer Menge günstig, schnell überflogen. Ideal für eine Aktion, einen Gutschein oder einen QR-Code, den der Gast mitnimmt.
  • A5 ist das Format für die Speisekarte im Haushalt. Genug Platz für eine echte Auswahl, und es bleibt oft am Kühlschrank hängen.

Dazu kommt die Falzart. Ungefalzt haben Sie zwei Seiten, mit Einbruchfalz vier, mit Wickel- oder Zickzackfalz sechs. Wer eine vollständige Speisekarte unterbringen will, kommt mit einem gefalzten DIN Lang oder A5 am weitesten; für ein einzelnes Angebot reicht ungefalztes A6.

Der Bestellweg: eine Adresse, ein Code

Ein Flyer, der auf ein Portal verweist, verschenkt seinen größten Vorteil. Sie haben für Gestaltung, Druck und Verteilung bezahlt — der Gast, der daraufhin bestellt, sollte Ihr Gast sein und nicht der eines Portals. Führen Sie ihn deshalb auf Ihre eigene Seite.

Dafür brauchen Sie zwei Dinge:

  • Eine eigene Domain, die man sich merken und am Telefon durchgeben kann. Je kürzer, desto besser.
  • Einen QR-Code, der nicht auf die Startseite führt, sondern direkt in die Speisekarte. Jeder zusätzliche Klick kostet Bestellungen.

Testen Sie den Code vor dem Druck. Mit zwei verschiedenen Telefonen, im Freien, aus einem halben Meter Entfernung und einmal in Graustufen ausgedruckt. Ein QR-Code, der ins Leere führt, ist bei einer Auflage von mehreren tausend Stück ein teurer Fehler.

Wie viele Flyer, und wohin

Die Menge folgt dem Gebiet, nicht umgekehrt. Zeichnen Sie zuerst auf einer Karte ein, welche Straßen Sie beliefern wollen, und schätzen Sie die Haushalte. Erst danach entscheiden Sie über die Auflage.

  • Ein erster Schwung deckt den direkten Umkreis des Betriebs ab — die Straßen, aus denen Ihre Gäste ohnehin schon kommen. Damit finden Sie heraus, ob Motiv und Angebot ziehen.
  • Eine volle Verteilung geht über das gesamte Liefergebiet. Sinnvoll, sobald der erste Schwung gezeigt hat, dass der Flyer funktioniert.
  • Eine Wiederholung — dasselbe Gebiet ein zweites Mal oder ein weiterer Stadtteil. Wiederholung wirkt bei Flyern stärker als Reichweite.

Wir drucken Auflagen von 1.000 bis 10.000 Stück. Welche Menge zu Ihrem Gebiet passt, rechnen wir vorher gemeinsam durch.

Überlegen Sie außerdem, ob zwei Verteilungen über das halbe Gebiet für Sie sinnvoller sind als eine über das ganze. Beides ist vertretbar; nur beantworten kann es Ihr eigener Test. Und legen Sie die Verteilung auf die Tage vor Ihren stärksten Bestellzeiten — wann das ist, wissen Sie aus Ihrem eigenen Betrieb besser als jede Faustregel.

Woran Sie merken, ob es gewirkt hat

Ohne Messung bleibt eine Flyerverteilung ein Gefühl. Drei einfache Möglichkeiten, und Sie brauchen nur eine davon:

  • Ein Stichwort auf dem Flyer, das der Gast bei der Bestellung nennt. Am Telefon die einfachste Lösung.
  • Eine eigene Unterseite hinter dem QR-Code, deren Aufrufe Sie getrennt sehen.
  • Der schlichte Vergleich: Bestellungen in den zwei Wochen nach der Verteilung gegen die zwei Wochen davor.

Notieren Sie Gebiet, Menge, Datum und Ergebnis auf einem Blatt. Nach der zweiten Verteilung wissen Sie, welches Gebiet sich lohnt. Nach der dritten wissen Sie, welche Menge.

Was Sie nicht selbst machen müssen

Gestaltung, Druck und Verteilung sind drei verschiedene Handwerke, und keines davon ist Ihr Tagesgeschäft. In jedem Flyer-Auftrag von Dishly ist enthalten:

  • Professionelles Flyer-Design
  • Druck
  • Lieferung
  • Kostenloses Logo-Kit
  • Beratung für Ihren Betrieb

Bezahlt wird einmalig. Was ein Auftrag kostet, hängt von Falzart, Format, Grammatur und Auflage ab — gedruckt wird in DIN Lang, A6, A5, auf 135 g/m², 170 g/m².

Formate, Falzarten und Beispiele finden Sie auf der Seite zu Flyer Design und Druck; dort stellen Sie Ihren Flyer im Konfigurator zusammen und fordern das Angebot an. Wenn der Flyer auf Ihre eigene Bestellseite führen soll, gehört das Online-Bestellsystem dazu — und wie Sie Gäste danach dauerhaft dort halten, steht in Stammkunden zur Direktbestellung bewegen.

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